Diablo 4: Lord of Hatred ist seit dem 28. April 2026 erhältlich und fällt in den ersten Tests deutlich stärker aus als viele nach dem wechselhaften Echo auf Vessel of Hatred erwartet hatten. PC Gamer bewertet die Erweiterung mit 90 Punkten und beschreibt sie als Add-on, das die Beutejagd und die Charakterentwicklung spürbar vertieft. Blizzard selbst positioniert Lord of Hatred als Abschluss der Age-of-Hatred-Geschichte und als großes System-Update für Diablo 4.

Skovos, Mephisto und ein klarer Kampagnenfokus

Im Zentrum steht die neue Kampagne auf den Inseln von Skovos. Blizzard beschreibt die Region als Schauplatz des finalen Konflikts mit Mephisto, dessen Einfluss Sanctuary weiter vergiftet. PC Gamer lobt vor allem, dass die Erweiterung ihre Geschichte nicht nur als Vorwand für neue Dungeons nutzt, sondern den Handlungsbogen des Hauptspiels sichtbar abschließt. Der Test hebt außerdem hervor, dass Skovos mit helleren Küsten, warmen Wäldern und grotesken Unterwelten mehr visuelle Abwechslung bringt als viele ältere Diablo-4-Gebiete.

Diese Einschätzung ist wichtig, weil Diablo 4 lange mit der Frage gekämpft hat, ob seine Live-Service-Struktur starke Kampagnenmomente verwässert. Lord of Hatred scheint laut Test genau hier besser zu funktionieren: Die Erweiterung nutzt Mephisto als Zielpunkt, lässt aber auch Figuren und offene Fragen aus der bisherigen Geschichte wieder Gewicht bekommen.

Paladin, Warlock und ein stärkeres Build-Gefühl

Blizzard bringt mit der Erweiterung zwei neue Klassen ins Spiel. Der Paladin ist bereits über Vorbestellerzugang spielbar gewesen und kehrt als heiliger Nahkämpfer mit Auren, Schildfähigkeiten und Arbiter-Form zurück. Der Warlock startet mit der Erweiterung selbst und setzt laut Blizzard auf Dämonen, Seelensplitter und infernale Zauber. Damit bedient Lord of Hatred sowohl Nostalgie als auch eine neue Spielweise.

PC Gamer sieht die größte Stärke aber nicht nur in den Klassen, sondern in der überarbeiteten Charakterentwicklung. Der Test beschreibt, dass Builds früher zünden und weniger stark davon abhängen, erst nach der Kampagne ein bestimmtes seltenes Item zu finden. Der neue Horadrimwürfel und die Änderungen am Beutesystem machen laut Review mehr Gegenstände interessant, weil sie sich gezielter in eine Figur einbauen lassen.

Endgame mit Fortschritt, aber nicht ohne offene Fragen

Ganz ohne Einschränkung fällt das Urteil nicht aus. PC Gamer merkt an, dass neue Endgame-Elemente wie War Plans zwar hilfreich sind, aber noch nicht die Tiefe bieten, die etwa Path of Exile 2 in seiner Aktivitätsstruktur anstrebt. Das ist keine harte Abwertung der Erweiterung, aber ein Hinweis darauf, wo Blizzard weiter nachlegen muss, wenn Diablo 4 langfristig wachsen soll.

Für Spielerinnen und Spieler ist die Preisfrage ebenfalls relevant. Blizzard nennt für Lord of Hatred den 28. April 2026 als Termin und verlangt das Hauptspiel. Die offiziellen Vorbestellpakete enthalten außerdem Zugriff auf Vessel of Hatred, sofern dieser Inhalt noch nicht vorhanden ist; wer ihn bereits besitzt, erhält ihn laut Blizzard nicht erneut. Diese Paketlogik kann für Neueinsteiger attraktiv sein, wirkt für Bestandskunden aber weniger großzügig.

Unterm Strich liest sich Lord of Hatred wie die Erweiterung, die Diablo 4 nach mehreren Jahren stabiler machen soll. Die PC-Gamer-Wertung von 90 Punkten ist stark, aber wichtiger ist die Begründung: Kampagne, Klassen und Beutesystem greifen besser ineinander. Für Blizzard ist das ein gutes Signal. Für die Community bleibt entscheidend, ob die neuen Systeme auch nach den ersten Wochen noch genug Tiefe tragen.